Melden Sie sich möglichst sofort – auch wenn zunächst kein größerer Schaden sichtbar ist, denn Verletzungen an Zahn oder Wurzel zeigen sich manchmal erst später. Wichtig vorab: War Ihr Kind bewusstlos, muss es sich übergeben, ist es benommen oder verwirrt, hat die Abklärung einer möglichen Kopfverletzung Vorrang. Dann bitte zuerst in die Notaufnahme oder den Notruf 112 wählen.
Ist ein bleibender Zahn ausgeschlagen, zählt jede Minute. Fassen Sie ihn nur an der Krone an, nicht an der Wurzel, und reinigen oder schrubben Sie ihn nicht. Am besten bewahren Sie ihn in einer Zahnrettungsbox auf, die es in Apotheken gibt und die in vielen Schulen und Sportvereinen vorhanden ist. Ist keine zur Hand, eignen sich kalte H-Milch oder physiologische Kochsalzlösung als Notlösung. Den Zahn bitte nicht trocken und nicht in Leitungswasser aufbewahren – beides schädigt die Zellen auf der Wurzeloberfläche, die für ein Wiedereinheilen nötig sind.
Ein ausgeschlagener Milchzahn wird dagegen nicht wieder eingesetzt, weil dabei der darunterliegende bleibende Zahn verletzt werden könnte. Trotzdem sollte Ihr Kind zeitnah untersucht werden. Bei Kontaktsportarten schützt ein individuell angepasster Sportmundschutz wirksam vor Zahnverletzungen.